Die Klasse von 2011

Statt eines ausführlichen, schriftlichen Jahresrückblicks gibt es bei mir nur eine Kleinigkeit zum Stöbern und Rätseln in Form eines gebastelten Gruppenfotos. Zu sehen ist darauf eine Auswahl an Autoren – wenn ich mich nicht verzählt habe, dann sind es 24 – die mir in diesem Jahr besonders viel Freude und anregende Zeit verschafft haben.

Das Bild lässt sich mit einem Klick vergrößern und wenn man wissen möchte, wie eine Person mit Namen heißt, dann fährt man mit dem Mauszeiger über deren Gesicht. Unter dem Namen und dem bzw. den Titel(n) befinden sich Links zu Besprechungen hier im Blog, zu Videos bei Youtube, zu Rezensionen und interessanten Artikeln oder einfach zur Homepage des Autors. Viel Spaß beim Durchwühlen! (Leider lässt WordPress derlei HTML-Firlefanz auf den Blogs nicht zu, so dass ich das Bild auf meinem Webspace bei Arcor ausgelagert habe. Dafür sollte auch das Mouseover inklusive Links funktionieren.)

Das Ganze ist eher zufällig eine Art kleiner literarischer Adventskalender für die Nachweihnachtszeit geworden. Ich fand es ganz schön, mal die Gesichter einiger Autoren meiner gelesenen Bücher auf einen Blick zu sehen. Eigentlich hätten die Übersetzer auch eine gesonderte Erwähnung verdient, denn die deutschsprachigen Schriftsteller sind in der Minderheit, aber es sei hiermit an sie erinnert. Ohne ihre Fähigkeiten hätte ich bestimmt nicht so viel Freude an den Büchern gehabt.

Ob ich in schriftlicher Form noch einen Rückblick nachliefern werde, weiß ich noch nicht. Wenn, dann wohl erst im Frühjahr. Die kleine Collage ist nur eine Spielerei eines Photoshop-Amateurs, das Ergebnis also nicht überbewerten. Kritik und Anregungen sind selbstverständlich wie immer willkommen.

Ich wünsche allen Lesern einen guten Rutsch und alles Gute für das neue Jahr!

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11 Antworten zu Die Klasse von 2011

  1. muetzenfalterin schreibt:

    Hübsche Idee, ich klick mich gleich mal durch, von Susan Sontag abgesehen, scheine ich nicht viele zu kennen, oder zu erkennen?

    • wortlandschaften schreibt:

      Das ist auch wirklich schwierig. Die meisten davon hätte ich sicherlich auch nicht erkannt, wenn ich nicht ihre Bücher gelesen hätte. Hans Magnus Enzensberger und Marica Bodrožić habe ich bei Lesungen gesehen, Juli Zeh ist ab und an im Fernsehen anzutreffen. Den Rest muss man wohl einfach schon mal gesehen haben (Edit: Ziemlichen Blödsinn habe ich da geschrieben, das gilt natürlich allgemein. Es war auf den Bekanntheitsgrad bei uns und die Medienpräsenz bezogen) aber selbst dann ist wegen der Verfremdungseffekte vielleicht nicht jeder zu erkennen. Ich hoffe, es macht trotzdem etwas Spaß sich durchzuklicken und vielleicht ist ja die ein oder andere Anregung für Dich dabei.

      • muetzenfalterin schreibt:

        Wann und wo hast Du Marica gesehen und gehört? Darum beneide ich Dich. Ich mag sie sehr. Besonders ihre Gedichte. Und ja, viele sehr gute Bücher waren darunter. Eines, das ich schon seit Jahren lesen will und mir dann immer wieder als besonderen Genuss für später aufhebe; der Meister und Magaritta.

      • muetzenfalterin schreibt:

        Edit: Marica habe ich auf dem Bild wirklich nicht erkannt, obwohl ich Bilder von ihr kenne.

  2. caterina schreibt:

    Hach, das ist ja mal eine nette Spielerei, dieser literarische Adventskalender! Von wegen Amateur – einen so grossen kreativen Aufwand hat sich wohl kein anderer Literaturblogger mit seinem persoenlichen Jahresrueckblick gemacht. Schoene Idee! Dass ich kaum jemanden der 24 Autoren kenne (abgesehen natuerlich von denjenigen, die mir auf deinem Blog begegnet sind), muss ich wohl nicht erwaehnen. Hier sieht man auf einem Blick, wie sehr du dich vom Mainstream abhebst und deine Aufmerksamkeit den kleinen literarischen Perlen am Rande widmest. Dieser besondere Blick verdient immer wieder ein grosses Lob! Ich wuensche dir eine schoenes neues Jahr voller anregender Lesemomente.

    • wortlandschaften schreibt:

      Das freut mich, dass Dir die Spielerei gefällt. Es wurden zufällig 24, daher kam mir dann erst die Assoziation mit dem Kalender. Ich wollte ja einen kleinen Rückblick machen, aber was zu schreiben, wollte mir nicht so recht einfallen. Dann kam mir die Idee mit dem Bild. Als ich fertig war, habe ich gemerkt, dass das alles bei wordpress.com nicht funktioniert. Da hab ich mich schon ein bisschen geärgert, dann ist mir aber noch eingefallen, dass bei einem Mailaccount bei Arcor auch kostenloser Webspace dabei ist. Jetzt weiß ich auch, wie man seine Homepage hoch lädt.

      Zu den einzelnen Autoren bin ich teilweise zufällig gestoßen und dann ist es wie so oft im Internet, ein Querverweis führt zum nächsten und am Ende könnte man ein ganzes Regal voller Bücher kaufen. Über Gaétan Soucy bin ich z.B. auf Éric Chevillard aufmerksam geworden, Enzensbergers „Geschichte der Wolken“ trug er (mit Unterstützung eines Gewitters, was damals zu großer Erheiterung führte, weil es an einer passenden Stelle gewaltig donnerte) vorletztes Jahr in Prag vor und ich fand sie großartig. Natürlich sind damit viele Erinnerungen verknüpft.

      Marcel Schwob ist mir vor einiger Zeit beim Elfenbein-Verlag aufgefallen, von dem ich schon lange den Newsletter bekomme. Es sind spezielle Geschichten, die mich sehr ansprachen, „Das gespaltene Herz“ ist von der Aufmachung her auch ein echter Schatz. Die 22 Lebensläufe habe ich mir dann antiquarisch gekauft und wie man unter dem einen Link sehen kann, gibt es ja schon was beim Projekt Gutenberg kostenlos als E-Book.

      Danke für das Lob und für die Wünsche! Ich freue mich auch, bei Dir wieder auf tolle Bücher aufmerksam gemacht zu werden und wünsche Dir ebenfalls in allen Belangen ein frohes neues Jahr!

  3. wortlandschaften schreibt:

    @ muetzenfalterin
    Marica Bodrožić hab ich letztes Jahr auf der Lit.Cologne sehen und hören können. Einen kleinen Bericht hatte ich auch hier im Blog geschrieben (https://wortlandschaften.wordpress.com/2011/03/23/impressionen-von-der-lit-cologne/)
    Ich mag sie auch sehr und hatte mich auf die Lesung mit ihr und Melinda Nadj Abonji am meisten gefreut. Ihren neuesten Gedichtband werde ich mir sicher auch noch kaufen. Ich liebe ihre Wortkreationen und Beschreibungen, da geht beim Lesen die Sonne auf. Ihre Bücher gefallen mir auch sehr und ich freue mich schon auf Neues. Bald erscheint ein Buch von Ivana Bodrožić (Hotel Nirgendwo), auf das ich sehr gespannt bin. Die beiden sind meines Wissens nicht verwandt, aber die eine Bodrožić übersetzt die andere.

    Die Lesung der Lit.Cologne lief (allerdings gekürzt) im WDR. Ich habe sie damals mitgeschnitten, wenn Du magst, kann ich sie Dir ja schicken.

    Mir geht es bei sehr vielen Klassikern genauso wie Dir mit Bulgakow. Mir ist jetzt schon so oft Tolstois Anna Karenina empfohlen worden und auch Nabokovs Lolita, dass ich eines der beiden demnächst mal in Angriff nehmen möchte. Ich habe mir für den „Meister und Margarita“ eine ruhige Zeit ausgesucht, so dass ich ihn wirklich genießen konnte.

    Ach ja, auf dem Bild ist sie wirklich schwer zu erkennen, vielleicht hätte sie sich selbst auch nicht erkannt. Die Bilder wollte ich etwas verfremden, dass sie nicht so sehr wie Fotos aussehen, aber eben auch nicht, wie das Original. Sie sind ja zum Glück beschriftet.

  4. buechermaniac schreibt:

    Das ist eine grossartige Collage, die du da präsentierst, hat sicher viel Arbeit gegeben. Nur vom Foto her kenne ich überhaupt niemanden, aber das macht ja nichts.

    Vielen Dank für deine tollen Beiträge, die ich gerne immer wieder verfolge.
    Für das neue Jahr wünsche ich dir alles Gute und noch viele tolle Ideen und spannende Lektüre.

    • wortlandschaften schreibt:

      Lieber buechermaniac (oder liebe Lesewelle),

      vielen Dank für die lieben Worte. Ich habe mich sehr darüber gefreut. Es hat schon Arbeit gemacht, aber ich habe mir zeitlich ein Limit gesetzt (nicht länger als einen Tag). Ich kenne nur die einfachsten Handgriffe mit Photoshop und habe mich beim Ausschneiden auch nicht verausgabt, so dass die eine oder andere Ecke geblieben ist. Beim Basteln entstehen nun mal Ecken und Kanten, warum soll das dann virtuell anders sein. Schwieriger war es die Links auf den Gesichtern einzubinden, aber mit ein bisschen Online-Recherche klappt das auch ohne große Kenntnisse in HTML und CSS. Bei der Auswahl der Links habe ich selbst viel Neues über die einzelnen Autoren erfahren und schöne neue Seiten gefunden. Die Seite poemsoutloud.net finde ich toll, auf der Gerald Stern eine Auswahl seiner Gedichte selbst vorträgt.

      Wie schon geschrieben, war das mit dem Rätseln nicht so ganz ernst gemeint, denn ich habe von den wenigsten Autoren ein Gesicht vor Augen, auch wenn der Name weltberühmt ist. Vielleicht achte ich da in Zukunft ein bisschen mehr darauf.

      Ich freue mich jedenfalls, dass Du gerne hier vorbei schaust und lese bei Dir auch gerne mit, wenn auch bisher fast nur als stiller Leser. Danke für die Wünsche! Dir schicke ich dasselbe hinüber, ein schönes und vor allem gesundes neues Jahr!

      Viele Grüße
      wortlandschaften

  5. Bücherliebhaberin schreibt:

    Wow, das sieht ja sehr gelungen aus! Eine originelle Idee, die inspiriert. Viele Titel und Schriftsteller kenne ich nicht aber schon allein dein Beitrag macht sie interessant.

    Selbstverständlich wünsch ich auch Dir ein schönes neues Literaturjahr mit vielen Anregungen und hoffentlich zahlreichen Buchvorstellungen auf diesem Blog.
    Liebe Grüße

    • wortlandschaften schreibt:

      Liebe Bücherliebhaberin,

      schön dass Du vorbei geschaut hast. Danke für das Lob und die Wünsche für das neue Jahr, dasselbe wünsche ich Dir. Hoffen wir, dass es allgemein und literarisch ein schönes Jahr werden wird!

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