Babylonische Sprachverwirrung entflochten

 
„This portal is representing and realizing the European idea of multilinguism, unity in diversity.”

Europa ist reich an Sprachen und Literatur. Dank der Arbeit vieler Übersetzer erhalten wir Einblicke in die vielfältigen Kulturen anderer Länder. Die mehrsprachige und mehrdimensionale Babel Web-Anthologie macht es über die sogenannte Babelmatrix möglich, Literatur sowohl im Original als auch in deren Übersetzung parallel anzuzeigen – in vielen verschiedenen Sprachen. Einen Teil davon kann man sich sogar vorlesen lassen. Die Datenbank wird laufend um Texte und Übersetzungen sowie um Informationen z.B. zu Autoren ergänzt. Übersichtlichkeit und eine einfache Bedienung machen das Stöbern in und die Suche nach Texten zum Vergnügen. Einzelne Seiten der Schriftsteller versammeln alle vorhandenen Werke und die entsprechenden Übersetzungen in einer Liste. Auf einer Mini-Matrix lässt sich dabei die Auswahl auf eine bestimmte Übersetzung eingrenzen. Ein Link zur Biographie des Schriftstellers, die sich wiederum in mehreren Sprachen anzeigen lässt, rundet die Autorenseite ab. Für Sprachbegeisterte, Sprachbegabte, Sprachenlerner und Neugierige ist diese Literaturdatenbank sicherlich eine Fundgrube und Abenteuerspielplatz zugleich.

Unterseiten und Teil der Anthologie sind der Visegrad Magic Cube, ein kleiner Ausschnitt der Babelmatrix, der nur Literatur der vier Visegrád-Länder Polen, Tschechien, Slowakei und Ungarn in unterschiedlichen Übersetzungen anbietet und Magyarul Bábelben, deren Matrix sich auf Ungarische Literatur oder Übersetzungen ins Ungarische beschränkt. Einen ausführlichen Überblick über die genaue Funktionsweise, Zahlen zu den bisher enthaltenen Texten und Links gibt es beim Czech Literature Portal, das seinerseits einen wunderbaren Überblick zur Tschechischen Literatur bietet.

Weiterführende Links:
Homepage

Dieser Beitrag wurde unter Tipps abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Babylonische Sprachverwirrung entflochten

  1. caterina schreibt:

    Eine großartige Idee, diese Seite. Schade, dass sie im Bereich der italienischen Literatur quantitativ noch sehr dürftig ist – da muss in den nächsten Jahren noch fleißig weitergesammelt werden. Aber eine andere Frage, die bei einem solchen Projekt aufkommt, ist natürlich die des Copyrights. Daher wohl die Beschränkung (zumindest was das Italienische betrifft) auf die Klassiker.

    Mal eine andere Frage, die ich dir schon lange stellen wollte. Woher kommt eigentlich dein Interesse für osteuropäische Literaturen? Ist das studienbedingt? Sprichst du eine (oder sogar mehrere) osteurpäische Sprachen?

    • wortlandschaften schreibt:

      Entschuldige die verspätete Antwort, ich habe jetzt erst die Zeit gefunden.

      Klassiker werden aufgrund des Urheberrechts sicher in der Überzahl sein, trotzdem habe ich beim Stöbern schon einige mir bekannte zeitgenössische Autoren entdeckt. Gerade was Prosa angeht sind natürlich „nur“ viele Textauszüge darunter, die einen Vergleich zwischen Original und Übersetzung zulassen. Ganze Bücher wird und kann keiner erwarten. Nur aus diesem Grund wird wahrscheinlich die gegenwärtige Literatur überhaupt vertreten sein, denn das Copyright spielt da sicher eine gewichtige Rolle. Diese ganze Vielfalt an einem Platz so übersichtlich und einfach zugänglich zu versammeln ist aber eine tolle Sache und eigentlich auch eine gute Werbung für Übersetzungen.

      Mein Interesse für osteuropäische Literaturen hat sich so nach und nach entwickelt. In der Schule war es eher sporadisch, ein paar bekannte Sachen wie z.B. Kafka haben wir gelesen. Bei mir ist das Interesse nie auf die Literatur beschränkt, sondern geht meist Hand in Hand mit Film, Kunst und Musik. Ich bin zwar mit tschechischen Märchenfilmen aufgewachsen, kann aber nicht behaupten, dass mich die Herkunft damals interessiert hätte. Die östlichen Regionen finde ich persönlich sehr spannend, weil es da viel zu entdecken gibt. Das gibt es in anderen Regionen sicherlich auch, aber zum einen geht eben nicht alles auf einmal und zum anderen sind viele Dinge erst mit der Öffnung des Eisernen Vorhangs einer breiteren Masse leicht(er) zugänglich. Filme aus Osteuropa kann man sich auf DVD besorgen, was ich auch ausgiebig gemacht habe. Auf diese Weise hat sich mein Interesse noch verstärkt und ich habe das teilweise auch mit dem Studium verknüpft. Ich hoffe, ich werde irgendwann mal eine slawische Sprache
      beherrschen.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s